Wer kennt sie nicht, diese lästigen Werbeanrufe? Was für umtriebige Losverkäufer und ähnliche Anbieter an Privatkunden durch Verbraucherschutzgesetz längst eingeschränkt ist, kommt im telefonischen Geschäftsleben immer mal wieder vor. Im Telefonservice ruft nicht erwartungsgemäß ein Kunde an, sondern umgekehrt jemand, der einen Neukunden gewinnen will.

Telemarketing oder auch „direct marketing“ heißt dieses Geschäft, das bis heute einer erheblichen Entwicklung und Anpassung unterliegt. Wurde vor einigen Jahren noch plump eine Rufnummernliste abtelefoniert und vorgeschriebene Sätze vom Flipchart abgelesen, so funktionieren Werbeanrufe heute eher sanft getarnt als Befragungen, die zunehmend von gewieften Schlitzohren ausgeführt werden.

Auf ein einfaches „Nein danke, wir haben kein Interesse“ sind die Verkäufer am Telefon natürlich längst vorbereitet und lassen sich so einfach meist nicht abschütteln. Wie verhält man sich also richtig gegenüber der telefonischen Drückerkolonne?

Zunächst wird ein hörbar genervtes Abwürgen oft als Schwäche oder als Aufforderung zur Einwandanlyse verstanden und entsprechend nachgehakt. „Sie wissen doch noch gar nicht, was ich Ihnen vorstellen will“ oder „Können Sie über die Ablehnung überhaupt entscheiden?“.

Vertriebler brauchen hingegen klare Ansagen. „Vielen Dank für Ihr Angebot. Ich habe es verstanden, sage Ihnen aber ganz klar NEIN.“ Sollte das nicht den gewünschten Effekt haben, kann man ruhig etwas nachlegen: „Verschwenden Sie nicht Ihre Zeit bei mir. Denken Sie an Ihre Erfolgsprovision. Rufen Sie bitten den nächsten auf Ihrer Liste an!“.

Das Thema „Professioneller Umgang mit Telefonverkäufern“ behandle ich ausführlicher im Rahmen meiner Telefonschulungen.