Zur eigenen Telefonstimme haben viele Eigentümer ein etwas gestörtes Verhältnis. Kaum jemand findet seine eigene Stimme wirklich angenehm und wohlklingend, sobald sie von einer Ton- oder Videoaufnahme erklingt. Warum ist das so und was kann man aus der eigenen Stimme noch herauskitzeln?

Für alle, die regelmässig geschäftlich telefonieren, ist die eigene Stimme ein überaus wichtiges Werkzeug, eine Art Instrument. Fragt man Stimmeninhaber, wie sie ihre Telefonstimme empfinden, fallen die Antworten meist wenig schmeichelhaft aus: schrecklich, furchbar, peinlich.

Warum eigentlich? Inmitten unseres eigenen Resonanzkörpers nehmen wir die eigene Stimme anders wahr als außerhalb des Klangkörpers. Somit klingt unsere Stimme von außen gehört wirklich anders und diese Abweichung bedingt offensichtlich das unbehagliche Empfinden.

Allein eine veränderte Körperhaltung löst bereits hörbare Veränderungen bei Klang und Wirkung der Stimme aus. Vielfach sind sich Telefonierer gar nicht bewußt, welche unterschiedlichen Klangfarben sie auf der Klaviatur ihrer Stimme anschlagen können, wie sie mit Varianz der Töne, Betonung und Geschwindigkeiten für Abwechslung und Aufmerksamkeit sorgen können.

Wie bei jedem hochwertigen Instrument gebührt auch der Stimme eine regelmäßige Pflege. Durch dauerhafte Überbeanspruchung der Stimmbänder in Sprechberufen sind manchmal Menschen im Alter von Mitte 20 bereits stimmlich dramatisch angeschlagen.

Das Instrument Stimme will also gepflegt, geschont und trotzdem in all seinen Klangmöglichkeiten eingesetzt werden. Je nach Situation erzeugt die Stimme unterschwellig eben maßgeblich die Stimmungen. Und eben diese Stimmung entscheidet meist noch gewichtiger ein gelungenes Telefongespräch als das Gesagte, das fachlich korrekt Formulierte.

Dieses Thema steht zumeist gleich zu Beginn einer Telefonschulung auf der Agenda. Mittels einer Telefonübungsanlage besteht zudem die Möglichkeit einer individuellen Stimmenpotenzial-Analyse.