Wenn die Schulzeit zu Ende geht, beginnt für die meisten Absolventen der berufliche Alltag. Plötzlich gibt es keine Schulbänke mehr, die man drücken muss. Der Bildungszwang ist schlagartig weg. Jetzt kann jeder, neben dem Erwerb praktischer Erfahrung, nach Herzenslust seine eigene Lernmethode zur persönlichen Weiter-Bildung entwickeln und Bildungsbürger bleiben.

Die Berufsausbildung ist für viele Schulabgänger die letzte Station organisierter Bildung. Die Erfahrungen aus Schulbildung und Berufsbildung tragen massgeblich dazu bei, ob ein junger Mensch fortan freiwillig seinen persönlichen Bildungsweg weiterbeschreitet oder seine Bildungskarriere durch eine reine Erfahrungskarriere komplett ersetzt. Gerade deshalb ist die Berufsbildung so entscheidend.

Gerade in kaufmännischen Ausbildungsberufen sollte z.B. eine hohe Kommunikationskompetenz möglichst frühzeitig aufgebaut werden, denn kaufmännisches Handeln besteht im Kern aus der zielgerichteten Kommunikation mit Kunden und Lieferanten. Verhandlungsgeschick findet man nicht morgens unter dem Kopfkissen.

Deshalb schule ich als Dozent seit 2005 regelmäßig an den Oberstufenzentren in Potsdam und Cottbus im Auftrag der Landesapothekerkammer Brandenburg Auszubildende für den Beruf des „pharmazeutisch kaufmännischen Angestellten“. In drei Unterrichtsstunden je Ausbildungsjahr werden hierbei Grundlagen und Spezialitäten geschäftlicher Kommunikation und deren Anwendung am Telefon oder im direkten Gespräch vermittelt.